Martina Lukits-Wally: Weihnacht im Walde


Weihnacht im Walde
© Martina Lukits-Wally

 
In einer stillen Winternacht
da halten alle Tiere Wacht.
Von ferne klingt ein Glockenton,
die Eule ruft: „Ich seh ihn schon!
Der Weihnachtsmann fährt durch den Wald,
in seiner Kutsche bunt bemalt!“
„Ob er wohl auch an uns gedacht
und uns was Schönes mitgebracht?“
Dies rufen alle groß und klein.
Schon strahlt der Wald im goldnen Schein.

Gezogen von dem kleinen Reh
so fährt die Kutsche durch den Schnee,
und bei den Tieren bleibt sie stehn,
ganz tief vermummt kann man ihn sehn
den Weihnachtsmann, der gütig spricht:
„Ihr Lieben, ich vergess’ euch nicht
in dieser stillen heil’gen Nacht!
Hab jedem etwas mitgebracht:
Dem Eichhörnchen so viele Nüsse,
den Häschen Rüben, gelbe, süße,
den Rehen einen Sack voll Heu,
den Vögeln gute Körnerstreu!
Nun muss ich weiter, gute Nacht!“
Er hebt die Hand zum Gruß und lacht,
bevor er wieder weiterfährt,
das helle Glöckchen man noch hört.

Das ging so schnell, fast wie ein Traum,
doch sehet nur, dort unterm Baum
da steht sein Sack, den er gebracht
in dieser heilig Winternacht.
Die Tiere alle gehen zur Ruh,
der Schnee deckt ihre Höhlen zu.
Sie träumen selig von dem Mann,
der jedes Jahr fährt durch den Tann
und ihnen bringt zur Weihnachtszeit
viel Freude und Glückseligkeit.

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